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MrSpinnert vor 6 Jahren
Ingeborg Bachmann – „Reigen“

Ingeborg Bachmann – „Reigen“ (1953)

Rezitation: Doris Wolters
von der CD „Eine einzige Stunde frei sein“

Text:

Reigen – die Liebe hält manchmal
im Löschen der Augen ein,
und wir sehen in ihre eignen
erloschenen Augen hinein.

Kalter Rauch aus dem Krater
haucht unsre Wimpern an;
es hielt die schreckliche Leere
nur einmal den Atem an.

Wir haben die toten Augen
gesehn und vergessen nie.
Die Liebe währt am längsten
und sie erkennt uns nie.

Bilder: Collage

Hintergrund Informationen zum Gedicht findet man in der Frankfurter Anthologie unter: https://www.faz.net/2.2907/frankfurter-anthologie-reigen-von-ingeborg-bachmann-16247436.html

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