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vor 3 Monaten
Die Münchner Sicherheitskonferenz: Darum geht es!
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Die Münchner Sicherheitskonferenz: Darum geht es!
Wer Weltpolitik verstehen will, muss in den kommenden Tagen nach München schauen. Dort treffen sich mehr als 60 Staats- und Regierungschefs, um bei der Sicherheitskonferenz über aktuelle Konflikte zu sprechen. Mirko Drotschmann erklärt, was ihr über das Treffen wissen müsst.
Was ist die Münchner Sicherheitskonferenz?
Ein jährliches Treffen von Entscheidungsträger*innen aus der ganzen Welt zum Thema Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Staats- und Regierungschefs diskutieren miteinander und mit Vertretern von Rüstungsindustrie und zivilen Organisationen über die drängendsten internationalen Herausforderungen.
Wann und wo findet die Münchner Sicherheitskonferenz 2026 statt?
Vom 13. bis 15. Februar im Hotel Bayerischer Hof in München.
Was ist das Besondere an der Münchner Sicherheitskonferenz?
Das fängt schon beim Ort des Treffens an: Das Hotel Bayerischer Hof liegt mitten in der Innenstadt – es herrscht also ein ganz anderes Flair als bei abgeschotteten Konferenzen wie dem Weltwirtschaftsforum im Alpenort Davos oder dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau.
Viele Teilnehmer*innen schätzen dabei nicht nur die Gelegenheiten zum Feiern und Ausgehen, sondern vor allem die Möglichkeit, vertrauliche Gespräche am Rande der Konferenz zu führen.
Die Verantwortlichen der Konferenz räumen solchen inoffiziellen Treffen einen besonderen Platz ein. Es soll Dialog auch zwischen Staaten ermöglicht werden, die keine guten Beziehungen miteinander haben. Dazu passt auch, dass es anders als bei vielen anderen internationalen Konferenzen keine Abschlusserklärung gibt, auf die sich alle einigen müssen.
Wer kommt? Wer nicht?
Es werden mehr als 60 Staats- und Regierungschefs und fast 100 Außen- und Verteidigungsminister erwartet, darunter etwa Bundeskanzler Friedrich Merz und voraussichtlich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Außerdem sollen knapp 100 Außen- und Verteidigungsminister kommen.
Der Leiter der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, erwartet eine „Konferenz der Superlative“ mit mehr hochrangigen Teilnehmer*innen als je zuvor. Die USA sollen von Außenminister Marco Rubio vertreten werden, außerdem sollen mehr als 50 Senator*innen und Mitglieder des Repräsentantenhauses nach München kommen.
Für Aufmerksamkeit sorgt aber auch, wer nicht kommt: Russische Vertreter*innen sind auch in diesem Jahr nicht vertreten. Seit Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine waren sie in den vergangenen Jahren nicht erwünscht. In diesem Jahr hätten sich die Veranstalter aber durchaus vorstellen können, dass in München direkt zwischen Russen und Ukrainern über einen Frieden gesprochen wird. Von der russischen Botschaft habe es keinerlei Kontaktaufnahme gegeben, sagt Konferenzchef Ischinger. Das Interesse an konstruktiven Gesprächen sei gleich null.
Die iranische Regierung wurde zur Sicherheitskonferenz erst eingeladen, dann aber wieder ausgeladen, nachdem sie gewaltsam gegen die Protestbewegung im Iran vorgegangen ist und es Tausende Tote gab. Stattdessen wird ein führender iranischer Oppositioneller erwartet: Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien und einer der bekanntesten Gegner des iranischen Regimes.
Was steht im Mittelpunkt?
Die größten Herausforderungen im Bereich Sicherheit – und davon gibt es derzeit jede Menge. Wichtig dürfte etwa werden, wie die Ukraine weiter unterstützt werden kann. Im Mittelpunkt dabei steht der voraussichtliche Besuch von Selenskyj.
Auch das Verhältnis zwischen USA und Europa dürfte ein zentrales Thema sein. Bei der Konferenz 2025 hatte US-Vizepräsident J.D. Vance den Europäern eine verbale Ohrfeige verpasst und Europa Zensur und Defizite bei der Demokratie vorgeworfen – ein Eklat, der vor Augen führte, wie beschädigt die Beziehung zwischen USA und Europa ist. Dass eine große US-Delegation nach München kommt, könnte ein Zeichen sein, dass es Bemühungen gibt, wieder mehr Vertrauen herzustellen. Die Europäer brauchen die USA, gerade beim Thema Ukraine.
Eine Rolle könnte auch spielen, dass das „New-Start“-Abkommen zwischen den USA und Russland Anfang Februar ausgelaufen ist und nicht verlängert wurde. Darin verpflichteten sich beide Seiten, strategische Nuklearwaffen zu verringern.
Die Münchner Sicherheitskonferenz: Darum geht es!



