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Vom Dschihad zum Tourismus: Das Pankisi-Tal sucht eine neue Zukunft
Vom Dschihad zum Tourismus: Das Pankisi-Tal sucht eine neue Zukunft
Das Pankisi-Tal in Georgien galt lange als unsicher. Die Russland und die USA sahen dort eine Brutstätte islamistischen Terrors – von hier zogen junge Männer in den Syrien-Krieg, manche wurden zu IS-Kommandeuren. Andere kämpfen heute in der Ukraine. Wir besuchen Duissi, das Zentrum des Tals, in dem die Kisten leben, eine tschetschenische Minderheit und Sufi-Muslime mit eigener Sprache und Tradition. Leila Achishvili verlor ihren Mann und zwei Brüder im Tschetschenienkrieg, später auch noch beide Söhne im Syrien-Krieg – heute betreibt sie ein Gästehaus für internationale Touristen. Malchaz Machialikashvili erzählt vom Tod seines 19-jährigen Sohnes Tamerlan, der 2018 bei einem georgischen Anti-Terror-Einsatz erschossen wurde – ein Einsatz, der später als Fehler eingestuft wurde. Auch der in Berlin ermordete Zelimkhan Khangoshvili liegt hier begraben. Zwischen Sufi-Gesängen, Trauer und einem Tourismusboom zeigt diese Reportage ein Georgien, das die Weltöffentlichkeit selten zu Gesicht bekommt. Eine Geschichte über Krieg, Verlust und den Versuch eines Neuanfangs im Kaukasus.
Vom Dschihad zum Tourismus: Das Pankisi-Tal sucht eine neue Zukunft | Weltspiegel
Autor: Norbert Hahn
Kamera: Valeri Odikadze
Schnitt: Sabine Stadermann / Ines Janosch
Redaktion Gregor Popp