Caro Claire Burkes Erstlingswerk „Yesteryear“ vereint Elemente des psychologischen Thrillers mit bissigem Humor. Die Geschichte einer „Tradwife“-Influencerin, die sich unvermittelt im 19. Jahrhundert wiederfindet, hat bereits international für Aufmerksamkeit gesorgt und wird von namhaften Autorinnen wie Nita Prose und Roxane Gay empfohlen. Das Buch thematisiert die Diskrepanz zwischen Online-Inszenierung und ungeschönter Realität.
Was Moral mit Versprechen zu tun hat | Hannah Arendt
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Was Moral mit Versprechen zu tun hat | Hannah Arendt
Was ist die Basis von Moral? Gibt es etwas, das weder bereits biologisch angelegt ist, wie die Fähigkeit zur Kooperation, noch rein rational ist, wie Kants Kategorische Imperativ?
Laut Hannah Arendt ist es das Versprechen. Die als unberechenbar empfundene Kontinuität der Wirklichkeit – die Kontingenz – erscheint durch ein Versprechen planbarer. Es verleiht der Zukunft eine Gegenwart. Denn schließlich beabsichtigen wir, dass das, was wir jetzt versprechen, auch in Zukunft geschieht.
Auch Gesetze wirken wie ein Versprechen, das in die Zukunft gerichtet ist, und suggerieren Verlässlichkeit. Was aber, wenn die Politik Dinge verspricht, die sie gar nicht halten kann?
Weiterführende Links und Quellen:
Kant: Die Metaphysik der Sitten, 1797
Kant: Kritik der praktischen Vernunft, 1788
Hannah Arendt: Denktagebuch 1950–1973, 2002
Platon: Politeia, 375 v. Chr.
Was Moral mit Versprechen zu tun hat | Hannah Arendt | Gert Scobel



