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MrSpinnert vor 5 Monaten
Wie Constantin Brâncuși die Skulptur revolutionierte

Constantin Brâncuși gilt als Vater der modernen Bildhauerei. Er bereitete den Weg zur dreidimensionalen Abstraktion. Sein Atelier war ein Kunstwerk für sich und versinnbildlichte wohl am besten seine Suche nach der „Essenz der Dinge“. Die Neue Nationalgalerie in Berlin zeigt ab dem 20. März 2026 die erste Werkschau des Ausnahmekünstlers seit über 50 Jahren in Deutschland.

Constantin Brâncuși zählt neben Alberto Giacometti zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Sein minimalistischer Stil war ein Paradigmenwechsel und ebnete der Bildhauerei den Weg in die neue Welt der Abstraktion. Bereits zu Studienzeiten distanzierte sich der 1876 in Rumänien geborene Künstler von den realistischen Darstellungen eines Michelangelo. Schließlich verschlug es ihn nach Paris, wo er sich bald auch vom Realismus eines Rodin emanzipierte und sich auf die Suche nach einer ʺreinen Formʺ begab, die sich vor allem in den Serien von ʺLe Baiserʺ und ʺLe Nouveau-néʺ zeigt.
Zwischen 1910 und 1920 trat der Bildhauer in den Kreis der Avantgardisten ein, wo er anderen Künstlern wie Tristan Tzara, Ezra Pound und Fernand Léger begegnete. Marcel Duchamp verteidigte ihn in einem kafkaesken Prozess in den USA, der in die Kunstgeschichte einging. Man Ray brachte ihm die Fotografie und das Kino nahe. Brâncuși, der jede Spur seines Lebens in Skizzen, Tagebüchern und Briefwechseln festhielt, begeisterte sich für diese Medien.
In seinem berühmten Pariser Atelier in der Impasse Ronsin, ganz in der Nähe von Montparnasse, setzte er seine Kunstwerke in Fotografien und Filmaufnahmen in Szene. Als Ergebnis eines lebenslangen kreativen Schaffens war sein Atelier ständigen Veränderungen unterworfen. Es faszinierte seine Zeitgenossen und ist für sich genommen Brâncușis Meisterwerk.
Die Dokumentation schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, indem sie Archivaufnahmen mit dem detailgetreuen Nachbau von Brâncușis Atelier im Centre Pompidou zusammenführt. Auf den Spuren des Bildhauers reist der Filmemacher Alain Fleischer auch nach Rumänien, wo einige von Brâncușis monumentalen Skulpturen dem Verfall standhalten.
In Kooperation mit dem Centre Pompidou in Paris zeigt die Neue Nationalgalerie in Berlin ab 20. März 2026 die erste Werkschau des Ausnahmekünstlers seit über 50Jahren in Deutschland.

Wie Constantin Brâncuși die Skulptur revolutionierte | Doku HD | ARTE
Dokumentation von Alain Fleischer (F 2023, 51 Min)

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