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MrSpinnert 5 Stunden her
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Es hätte schlimmer kommen können: Mario Adorf

In der Dokumentation blickt Regisseur Dominik Wessely auf das Leben und die einzigartige Karriere Mario Adorfs und erzählt von dessen Leidenschaft für Theater, Kino, Gesang und das Schreiben von Geschichten. Die Leinwand und die Bühne haben das Leben des Künstlers geprägt, der zu den größten deutschen Film- und Fernsehstars zählte. Mario Adorf ist im Alter von 95 Jahren gestorben.

Das Porträt liefert nicht nur Einblicke in die lange Karriere Mario Adorfs, sondern bietet auch Eindrücke seines Privatlebens, seiner Beziehungen, seiner Sicht auf die Welt, die Politik, die Liebe und auch auf das Älterwerden.
Stationen der gemeinsamen Reise mit Mario Adorf sind seine Kindheit und Jugend in der Eifel. Es sind seine Erinnerungen an die alleinerziehende Mutter, die letzten Kriegsjahre in dem Städtchen Mayen, seine Zeit in der Hitlerjugend und die Bombennächte im Bunker, die ihn politisch und gesellschaftlich prägten.
Regelmäßig pendelte der Schauspieler, der mehrere Sprachen fließend sprach, zwischen seinen Wohnorten in München, Paris und St. Tropez, wo er mit seiner französischen Frau Monique zu Hause war. Als Sohn eines Italieners, dem er nur einmal in seinem Leben begegnete, traf das Kamerateam Adorf auch in Rom, der Stadt, in der dieser 30 Jahre seines Lebens verbrachte. Seinen internationalen Durchbruch hatte Mario Adorf mit dem Film „Nachts, wenn der Teufel kam“ (1957) von Robert Siodmak. Seitdem spielte er in mehr als 200 Filmen, unter anderem unter der Regie von Wolfgang Staudte, Sam Peckinpah, Billy Wilder, Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder und John Frankenheimer.
Bei einem Treffen mit der Regisseurin Margarethe von Trotta erzählte Mario Adorf von den Dreharbeiten zu „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1975) und „Die bleierne Zeit“ (1981). Auf dem Dach des Hotels Bayerischer Hof in München zeigt die Dokumentation Mario Adorf und seine Kollegin und langjährige Freundin Senta Berger. Gemeinsam erinnern sie sich an Dreharbeiten in Mexiko, an eigenwillige Hollywoodproduzenten, aber auch an Helmut Dietls legendäre TV-Serie „Kir Royal“ (1986), aus der Adorfs wohl berühmteste Dialogzeile stammt: „Ich scheiß dich sowas von zu mit meinem Geld.“

Es hätte schlimmer kommen können: Mario Adorf | Doku HD | ARTE
Dokumentation von Dominik Wessely (D 2020, 52 Min)