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MrSpinnert vor 4 Monaten
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Vergessene Waffenschmiede der Nazis: Der Leipziger Rüstungsriese HASAG

Wo heute im Wissenschaftspark im Leipziger Nordosten für eine bessere Zukunft geforscht wird, liegen die Schatten einer grausamen Vergangenheit. Auf demselben Gelände produzierte während des Zweiten Weltkriegs die Hugo Schneider AG – kurz HASAG – Waffen und Munition für das NS-Regime. Allein im Stammwerk Leipzig mussten 10.000 Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten, darunter auch Gefangene aus einem Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. Die HASAG, ursprünglich eine Lampen- und Metallwarenfabrik, stieg in kürzester Zeit zu einem der größten Rüstungskonzerne des Deutschen Reiches auf – berüchtigt für die Entwicklung der Panzerfaust.

Nach Kriegsende sprengten sowjetische Truppen große Teile der Anlagen, und viele Verantwortliche entzogen sich der Justiz. Über Jahrzehnte geriet die Geschichte dieses Rüstungsriesen in Vergessenheit. Heute begeben sich lokale Forscherinnen und Forscher in Leipzig, Altenburg und im polnischen Skarżysko-Kamienna auf Spurensuche, um die Orte der Zwangsarbeit und Kriegsproduktion wieder sichtbar zu machen. Der Film aus der Reihe "Der Osten – Entdecke, wo du lebst“ beleuchtet dieses verdrängte Kapitel mitteldeutscher Geschichte und zeigt, wie Erinnerung neu entsteht.

Vergessene Waffenschmiede der Nazis: Der Leipziger Rüstungsriese HASAG | MDR DOK
Originaltitel: „Vergessener Rüstungsgigant – Die Leipziger HASAG“