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MrSpinnert 6 Tage her
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Warum verlieben wir uns?

Sie ist wunderschön, aber macht auch richtig Stress: die Liebe. Spätestens seit der Pubertät kennen die meisten von uns diese bittersüße Kombination aus Glück und Herzschmerz. Aber empfinden wir alle dasselbe, wenn wir von der Liebe sprechen? Jede Kultur und jede Epoche darauf eine etwas andere Antwort. Die Hormone im Körper funktionieren allerdings überall gleich.

Zwei Personen treffen aufeinander und Zack, Blitzeinschlag: Liebe! Und die beiden schweben zusammen auf Wolke sieben, bis dass der Tod sie scheidet. Nach diesem Strickmuster funktionieren bei uns im Westen unzählige Liebesgeschichten. Jedoch war das nicht immer so. Liebe ist Interpretationssache und hat ganz viel mit der Kultur und der Epoche zu tun, in der wir leben.
Aber es gibt etwas, was wir alle gemeinsam haben: die Hormone. Wenn wir richtig verliebt sind, ist bei uns die Hölle los. Das Herz rast, die Hände schwitzen, der Mund wird trocken und das Gehirn schaltet auf "glücklich-unzurechnungsfähig". Liebe kann wie eine Droge wirken, die süchtig macht.
Doch warum dieses Begehren? Nur, damit wir ein Kind in die Welt setzen? Das Kinderkriegen funktioniert auch in nüchternen Verbindungen zwischen Mann und Frau. Viele Kulturen sind überzeugt davon, dass eine arrangierte Ehe sogar eine bessere Grundlage für eine langfristige Beziehung ist als dieser Hormonrausch.
Gibt es so etwas wie ein natürliches Liebesleben der Menschen? Ja, sagt der Evolutionsbiologe Thomas Junker. Um herauszukriegen, warum wir in der Evolution so etwas wie die Liebe entwickelt haben, schaut er sich das Sozialleben von Gorillas oder Schimpansen an, die mit uns eng verwandt sind. Denn körperliche Merkmale und das Beziehungsleben sind eng gekoppelt. Sind wir in der Liebe also eher wie Schimpansen, die in größeren Gruppen zusammenleben, in denen alle Weibchen mit allen Männchen Sex haben? Oder doch eher Gorillas, mit einem dominanten Männchen an der Spitze eines kleinen Harems?

Quellen und weiterführende Links:

Was passiert im Körper, wenn wir uns verlieben?

Eine gute Übersicht über das Thema Liebe gibt:
https://www.quarks.de/gesellschaft/psychologie/das-weiss-die-wissenschaft-ueber-liebe/
und
https://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2018/09/28/wie-funktioniert-die-liebe-von-weissen-flecken-auf-der-landkarte-der-wissenschaft/

Wer genauer wissen will, welches Hormon zu welchem Gefühl passt:
https://www.dw.com/de/diese-hormone-lassen-uns-lieben/a-37533771

Unsere Interviewpartnerin Emmanuelle Lecornet-Sokol im TED-Talk allgemein zum Thema Hormone (auf Französisch):
https://www.ted.com/talks/emmanuelle_lecornet_sokol_sous_influence_hormonale

Wir sind mehr als unsere Körpersäfte
Soziologen und Biologen streiten heftig, was mehr Einfluss auf unsere Empfindungen hat: Der Körper oder die Kultur, die uns umgibt? Thomas Müller-Schneider bringt diese Aspekte der Liebes-Forschung in seinem Buch anschaulich zusammen:
https://www.psychosozial-verlag.de/catalog/product_info.php/products_id/2868

Mehr Infos zu unserem Interviewpartner Benjamin P. Lange:
https://www.iu.de/hochschule/lehrende/lange-benjamin/
Und sein Buch zum Thema:
https://www.researchgate.net/publication/334696978_Geschlecht_und_Verhalten_aus_evolutionarer_Perspektive

Monogam oder Polygam? Eine ganze Sendung zum Thema u.a. mit unserem Interviewpartner Thomas Lange
https://www.3sat.de/wissen/scobel/scobel---ende-der-monogamie-100.html
oder:
https://www.jetzt.de/liebe-und-beziehung/ist-die-offene-beziehung-die-loesung
und:
https://www.forschung-und-lehre.de/forschung/die-liebe-kennt-ganz-verschiedene-formen-1309

Warum verlieben wir uns? | 42 – Die Antwort auf fast alles | ARTE
Magazin (D 2022, 25 Min)