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MrSpinnert 4 Stunden her
Yakuza-Aussteigerin: Warum Japan und ihr Sohn ihr nicht verzeihen

Mako Nishimura war keine Randfigur im japanischen organisierten Verbrechen. In einer Welt, die von Männern dominiert wird, stieg sie zur Bandenführerin auf, verkaufte Drogen und vermittelte Frauen in die Prostitution. Um sich Respekt und Anerkennung in der brutalen Männerwelt zu verschaffen, verstümmelte sie sich rituell und nutzte Tätowierungen als sichtbares Zeichen ihrer kriminellen Entschlossenheit. Während sie ihre Position im organisierten Verbrechen festigte, vernachlässigte sie ihre Rolle als Mutter ihrer Söhne. Heute versucht sie den Ausstieg, doch die japanische Gesellschaft und ihre eigene Familie ziehen eine klare Grenze.
Unser Japan-Korrespondent Ulrich Mendgen begleitet die Mafia-Aussteigerin in der Provinz Gifu, wo ehemalige Bandenmitglieder durch öffentliches Müllsammeln um gesellschaftliche Vergebung bitten. Die Reportage zeigt den tiefen Fall der Kriminellen. Ulrich Mendgen dokumentiert dabei eindrücklich den schmerzhaften Prozess der Reue und die unerbittliche Ablehnung durch die Angehörigen und der Gesellschaft, die kaum Basis für Versöhnung sehen.

Yakuza-Aussteigerin: Warum Japan und ihr Sohn ihr nicht verzeihen | Weltspiegel