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MrSpinnert 1 Tag her
Internationaler Bestseller und Social‑Media‑Hit startet ab dem 22.01.2026 in den Kinos: Millie nimmt eine Stelle als Haushälterin bei einer reichen Long‑Island‑Familie an – doch der Traum vom Neuanfang wird zum Albtraum, in dem hinter der eleganten Fassade Misshandlungen, Geheimnisse und schockierende Wendungen lauern.
Die sexualisierte Gewalt in der Kunst

Seit Jahrhunderten stilisiert die Kunst Gewalt gegen Frauen – und nennt sie Schönheit. Eine animierte Proserpina befreit sich aus Plutos Armen und führt uns durch Meisterwerke von der Antike bis heute: von römischen Sarkophagen bis Bernini, von Artemisia Gentileschi bis Marina Abramović. Diese filmische Reise eröffnet einen neuen Blick auf die Darstellung sexualisierter Gewalt in der Kunst.

Seit Jahrhunderten hat die westliche Kunst Gewalt gegen Frauen idealisiert – als Mythos, Allegorie und Schönheit. Von römischen Sarkophagen über die Meisterwerke der Renaissance und des Barocks bis hin zur Moderne: Unzählige Darstellungen zeigen Frauen als passive Objekte männlicher Begierde. Ihr Leid wird ästhetisiert und erotisiert – im Namen der Kunst.
Der Dokumentarfilm sensibilisiert für einen neuen Blick auf diese Bilder. Kritisch, bewusst, ohne moralischen Zeigefinger. Im Zentrum steht Proserpina, die von Pluto entführte Göttin. Sie wird lebendig, befreit sich aus seinem festen Griff und wird zur Erzählerin. Mit ihr entdecken die Zuschauerinnen und Zuschauer Werke von Tizian, Rubens, Bernini und anderen – und lassen die Gewalt hinter dem Schönen erkennen, die kulturellen Codes, die unser Sehen geprägt haben.
Proserpina besucht auf ihrer Entdeckungsreise Experten und Expertinnen aus Wissenschaft, Kultur und Kunst. Sie entschlüsseln, wie diese Bildwelten entstanden sind, wie sie damals wirkten – und was sie uns heute noch sagen. Wie prägt diese visuelle Tradition unseren gegenwärtigen Blick auf den weiblichen Körper?
Der Film würdigt Künstlerinnen und Künstler wie Artemisia Gentileschi, die Schmerz in Widerstand verwandelte, oder Edgar Degas, der Verletzlichkeit sichtbar machte. Und er führt in die Gegenwart – zu Marina Abramović, Jago und anderen, die gängige Narrative hinterfragen und neue Perspektiven auf Macht und Geschlecht eröffnen.
Entstanden ist eine visuell kraftvolle Reise durch europäische und amerikanische Museen – die unsere Augen öffnet für das, was immer sichtbar war, doch oft nie wirklich gesehen wurde.

Die sexualisierte Gewalt in der Kunst | Doku HD | ARTE
Dokumentarfilm von Mariangela Barbanente(D/IT/USA, 2025, 54 Min)