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MrSpinnert 5 Stunden her
Caro Claire Burkes Erstlingswerk „Yesteryear“ vereint Elemente des psychologischen Thrillers mit bissigem Humor. Die Geschichte einer „Tradwife“-Influencerin, die sich unvermittelt im 19. Jahrhundert wiederfindet, hat bereits international für Aufmerksamkeit gesorgt und wird von namhaften Autorinnen wie Nita Prose und Roxane Gay empfohlen. Das Buch thematisiert die Diskrepanz zwischen Online-Inszenierung und ungeschönter Realität.
Ein Tag im afrikanischen Laden in Mainz – Treffpunkt, Lebensmittel und Frisuren

Lebensmittel aus Afrika und Frisuren – das ist James spezielles Ladenkonzept mit seinem Afro-Shop in der Mainzer Innenstadt.

James stammt aus Ghana. Als er nach Deutschland kommt, arbeitet er zunächst als Maurer. Privat sieht er sich aber schnell mit einem vermeintlich banalen Problem konfrontiert: Er findet keinen Friseur, der mit seinen Haaren umgehen kann. „Ich habe den ganzen Tag geweint“, erzählt James nach einem misslungenen Haarschnitt und vermutet, dass er nicht der einzige mit dem Problem sein kann. „Dann habe ich mir gedacht, ich muss versuchen, sowas nach Mainz bringen!“

James kündigt seinen Job und eröffnet einen Friseurladen für afrikanische Frisuren. Der läuft, bis Corona kommt und er seinen Laden schließen muss – keine kritische Infrastruktur. Doch er findet eine Lösung: Er öffnet einen neuen Laden mit neuem Konzept – fortan macht er Frisuren und verkauft afrikanische Lebensmittel. Damit gehört sein Laden zur kritischen Infrastruktur und er darf weitermachen.

„Das ist nicht ein normaler Laden wie Supermarkt.“

Mit seinem Laden bietet er Menschen auch einen Ort, an dem sie sich austauschen können – wo wird demnächst eine Wohnung frei, hat jemand in der Bekanntschaft einen Job zu vergeben oder wie finde ich den günstigsten Flug, um Freunde und Verwandte in Afrika zu besuchen. Es ist „ein Haus für alle Afrikaner, oder für alle!“

Immer häufiger kommen auch Kunden ohne Wurzeln aus Afrika. Für sie nimmt sich James auch gerne die Zeit, zu erklären, wie man Gerichte wie Fufu zubereitet. Sein Traum ist es deshalb, auch irgendwann ein Restaurant zu eröffnen. Hier will er die Küche aus seiner Heimat Ghana mit allen teilen.

Ein Tag im afrikanischen Laden in Mainz – Treffpunkt, Lebensmittel und Frisuren
Autoren & Schnitt: Julian Camargo, Julius Bauer
Kamera: Kai Zinßer
Color Grading: Kai Zinßer

00:00 Willkommen in James Afro-Shop
00:25 Was gibt’s in James Laden?
01:20 Erster Kunde für Dreads
02:47 Beste Freundin Jaqueline
03:56 Wie kam James zu dem Laden?
05:39 Dreads fertig – Kunde und James auch
07:04 Kulturübergreifend Kochen
08:20 Laden für die Community
10:03 James bester Freund Emmanuel
12:02 Wichtig sind Menschen, nicht Geld