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MrSpinnert vor 75 Jahren
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Der Untertan (1951)

„Der Untertan“ ist eine Literaturverfilmung aus dem Jahr 1951 von Wolfgang Staudte, der gemeinsam mit Fritz Staudte auch das Drehbuch schrieb, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Heinrich Mann aus dem Jahr 1914.

Diederich Heßling ist ein typischer preußischer Untertan im Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg: Er ist Kaiser Wilhelm II. blind ergeben und bewundert ihn zutiefst, unterstützt extrem nationalistische Politik und die militaristische Tradition seines Landes und behauptet, ein ehrenhafter, gerechter Mensch zu sein. Trotzdem drückt er sich vor dem Militärdienst und nutzt seine Verbindungen zu Regierungsbeamten, um seine geschäftlichen Konkurrenten zu vernichten. Heßlings Leben ist seit seiner Kindheit dadurch geprägt, dass er sich seinen Vorgesetzten sklavisch unterwirft, während er diejenigen unter ihm tyrannisiert.

Als Heßling vor den Würdenträgern seiner Stadt ein Denkmal für Kaiser Wilhelm I. enthüllt, hält er eine Rede, in der er verkündet, dass Deutschland nicht in Frieden gedeihen könne, sondern Ruhm nur auf dem Schlachtfeld erlangen könne. Ein Sturm bricht los und vertreibt die Anwesenden, doch er setzt seine Rede fort und reckt seine Faust gen Himmel. Als er sich vor der Statue verneigt, bevor er geht, wechselt die Hintergrundmusik zu Liszts Préludes, und das Erkennungssignal der Deutschen Wochenschau ertönt. Das Bild verschwimmt, und die Statue ist wieder inmitten der Ruinen der Stadt zu sehen, die nach den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde. Hesslings letzte Worte über die Notwendigkeit des Krieges sind zu hören; der Sprecher verkündet, dass er damals so gesprochen habe, und viele andere nach ihm – bis zum heutigen Tag.

Darsteller:

  • Werner Peters – Diederich Heßling
  • Paul Esser – Regierungspräsident von Wulckow
  • Blandine Ebinger – Frau von Wulckow
  • Erich Nadler – Vater Heßling
  • Gertrud Bergmann – Mutter Heßling
  • Carola Braunbock – Emmi Heßling
  • Emmy Burg – Magda Heßling
  • Renate Fischer – Guste Daimchen
  • Friedrich Maurer – Fabrikant Göppel
  • Friedel Nowack – Frau Göppel
  • Sabine Thalbach – Agnes Göppel
  • Hannsgeorg Laubenthal – Mahlmann
  • Eduard von Winterstein – Buck sen.
  • Raimund Schelcher – Dr. Wolfgang Buck
  • Paul Mederow – Dr. Heuteuffel
  • Friedrich Richter – Fabrikbesitzer Lauer
  • Richard Landeck – Warenhausbesitzer Neumann
  • Fritz Staudte – Amtsgerichtsrat Kühlemann
  • Oskar Höcker – Landgerichtsrat Fritzsche
  • Ernst Legal – Pastor Zillich
  • Wolfgang Kühne – Dr. Mennicke
  • Axel Triebel – Major Kunze
  • Wolfgang Heise – Leutnant von Brietzen
  • Arthur Schröder – Landgerichtsdirektor
  • Friedrich Gnaß – Napoleon Fischer
  • Ernst Wehlau – Sötbier
  • Kurt-Otto Fritsch – Junger Arbeiter
  • Viola Recklies – Junge Arbeiterin
  • Georg August Koch – Geheimer Medizinalrat Dr. Nieburger
  • Heinz Keuneke – Hornung
  • Peter Petersz – Wiebel
  • Antje Ruge – Jungfrau von Orleans
  • Steffie Spira
  • Harry Riebauer